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Wühlmäuse bekämpfen: Die effektivsten Methoden

Verwelkte Pflanzen, abgestorbene Rasenflächen und Erdhaufen im Beet — wenn Wühlmäuse bekämpfen zum Thema wird, ist der Schaden im Garten oft schon beträchtlich. Die Schermaus (Arvicola terrestris), wie die Wühlmaus zoologisch korrekt heißt, lebt unterirdisch und frisst Wurzeln, Knollen und Blumenzwiebeln. In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Bekämpfungsmethoden wirklich effektiv sind, wie Sie Wühlmäuse von Maulwürfen unterscheiden und welche vorbeugenden Maßnahmen Ihren Garten schützen.

Wühlmaus oder Maulwurf? Die Unterscheidung ist entscheidend

Bevor Sie mit der Bekämpfung beginnen, müssen Sie sicherstellen, dass es sich tatsächlich um Wühlmäuse handelt — denn der Maulwurf ist streng geschützt und darf nicht getötet werden. So unterscheiden Sie die beiden:

  • Erdhaufen: Wühlmaushügel sind flach, unregelmäßig und enthalten oft Pflanzenreste und Wurzeln. Maulwurfshügel sind hoch, kegelförmig und bestehen aus feiner, krümeliger Erde ohne Pflanzenreste.
  • Gangform: Wühlmausgänge sind hochoval (höher als breit), Maulwurfsgänge sind queroval (breiter als hoch).
  • Verwühlprobe: Öffnen Sie einen Gang und prüfen Sie nach einigen Stunden. Wühlmäuse verschließen den Gang innerhalb weniger Stunden, Maulwürfe leiten einen neuen Gang um die Öffnung herum.
  • Pflanzenschäden: Angefressene Wurzeln und Knollen deuten eindeutig auf Wühlmäuse hin. Maulwürfe fressen keine Pflanzen — sie ernähren sich von Insekten und Würmern.

Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem Ratgeber Maulwurf oder Wühlmaus — so erkennen Sie den Unterschied.

Wühlmaus bekämpfen mit Fallen: Die effektivste Methode

Die Fallenbekämpfung gilt als die wirksamste und tierschutzgerechteste Methode, um Wühlmäuse zu bekämpfen. Im Gegensatz zu Giften gibt es keine Gefahr für andere Tiere, und die Wirkung ist sofort sichtbar.

Produktempfehlung: Pro SuperCat Wühlmaus-Falle

Die Pro SuperCat Wühlmaus-Falle ist eine bewährte Schlagfalle speziell für Wühlmäuse. Sie wird direkt in den Wühlmausgang eingesetzt und fängt die Tiere zuverlässig und schnell. Die robuste Konstruktion ist langlebig und wiederverwendbar. Das besondere Plus: Die Falle verfügt über einen Auslöseindikator, der Ihnen von außen anzeigt, ob die Falle ausgelöst wurde — so müssen Sie die Falle nicht unnötig ausgraben.

So stellen Sie eine Wühlmausfalle richtig auf:

  1. Gang lokalisieren: Suchen Sie einen aktiven Gang. Führen Sie dazu die Verwühlprobe durch (Gang öffnen und nach einigen Stunden prüfen, ob er verschlossen wurde).
  2. Gang freilegen: Graben Sie den Gang vorsichtig so weit frei, dass die Falle hineinpasst.
  3. Falle einsetzen: Setzen Sie die gespannte Falle in den Gang ein, sodass sie bündig mit dem Gang abschließt. Bei Doppelgängen empfiehlt es sich, zwei Fallen in beide Richtungen aufzustellen.
  4. Gang abdecken: Decken Sie die Öffnung lichtdicht ab, z. B. mit einem Brett oder einem Stein. Wühlmäuse meiden Licht und verschließen offene Stellen — genau diese Aktivität führt sie in die Falle.
  5. Täglich kontrollieren: Prüfen Sie die Falle einmal täglich.

Weitere Methoden, um Wühlmäuse zu bekämpfen

Pflanzen als natürliche Abwehr

Einige Pflanzen sollen Wühlmäuse durch ihren Geruch abschrecken:

  • Kaiserkrone (Fritillaria imperialis): Die Zwiebeln verströmen einen für Wühlmäuse unangenehmen Geruch.
  • Knoblauch: Kann zwischen gefährdete Pflanzen gesetzt werden.
  • Kreuzblättrige Wolfsmilch (Euphorbia lathyris): Der milchige Saft soll Wühlmäuse abschrecken.

Hinweis: Die Wirksamkeit von Pflanzen als alleinige Wühlmausabwehr ist wissenschaftlich nicht eindeutig belegt. Sie können unterstützend wirken, ersetzen aber keine aktive Bekämpfung.

Vergrämungsmittel

Verschiedene Gerüche können Wühlmäuse aus ihren Gängen vertreiben:

  • Buttersäure (Ranzig riechende Butter) auf Lappen in die Gänge legen
  • Pflanzenjauche aus Holunderblättern oder Thuja
  • Ätherische Öle (Eukalyptus, Pfefferminz)

Diese Mittel können kurzfristig helfen, sind aber meist nicht dauerhaft wirksam, da die Gerüche nachlassen und Wühlmäuse sich anpassen.

Wühlmauskorb für Pflanzen

Für den Schutz einzelner, besonders wertvoller Pflanzen sind Wühlmauskörbe eine hervorragende Lösung. Diese Drahtkörbe werden beim Einpflanzen mit in das Pflanzloch gesetzt und verhindern, dass Wühlmäuse die Wurzeln erreichen. Besonders empfehlenswert für Obstbäume, Rosen und teure Staudenpflanzungen.

Wühlmaus bekämpfen: Rechtliche Hinweise

Im Gegensatz zum geschützten Maulwurf dürfen Wühlmäuse als Schädlinge bekämpft werden. Es gibt keine Schonzeit und keine besonderen Genehmigungspflichten für die Bekämpfung im eigenen Garten. Dennoch sollten Sie Folgendes beachten:

  • Verwenden Sie keine Gifte in der Nähe von Gewässern und Trinkwasserbrunnen.
  • Berücksichtigen Sie die Gefahr für andere Tiere (Greifvögel, Katzen, Igel), die vergiftete Wühlmäuse fressen könnten.
  • Fallen sind die tierschutzgerechteste Methode und werden von Experten bevorzugt empfohlen.

Wühlmäusen vorbeugen

Nach erfolgreicher Bekämpfung können Sie folgende Maßnahmen ergreifen, um einen erneuten Befall zu verhindern:

  • Greifvogelstangen aufstellen: Turmfalken, Mäusebussarde und Eulen sind natürliche Feinde der Wühlmaus. T-förmige Sitzstangen im Garten locken sie an.
  • Wühlmauskörbe verwenden: Besonders bei Neupflanzungen von Obstbäumen und wertvollen Stauden.
  • Kurzgehaltener Rasen: Wühlmäuse meiden offene Flächen ohne Deckung. Ein regelmäßig gemähter Rasen ist weniger attraktiv.
  • Drahtgitter unter dem Rasen: Bei besonders starkem Befall kann ein engmaschiges Drahtgitter unter der Grasnarbe verlegt werden.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie erkenne ich, ob der Gang noch aktiv ist?

Führen Sie die Verwühlprobe durch: Öffnen Sie den Wühlmausgang an einer Stelle und prüfen Sie nach 2 bis 6 Stunden, ob die Öffnung wieder verschlossen wurde. Ist sie verschlossen, ist der Gang aktiv und eignet sich zum Aufstellen einer Falle. Bleibt die Öffnung offen, ist der Gang verlassen und Sie sollten einen anderen Abschnitt testen.

Wann ist die beste Zeit, um Wühlmäuse zu bekämpfen?

Die beste Zeit zum Wühlmaus bekämpfen ist der Herbst und Winter (Oktober bis März). In dieser Zeit ist das Nahrungsangebot im Boden gering und die Wühlmäuse sind besonders aktiv beim Anlegen von Vorratskammern. Zudem ist der Boden ohne Bewuchs besser zugänglich für das Auffinden und Öffnen der Gänge. Auch im Frühjahr vor Beginn der Pflanzsaison ist eine Bekämpfung sinnvoll.

Sind Wühlmausgifte sinnvoll?

Wühlmausgifte können wirksam sein, haben aber erhebliche Nachteile: Sie gefährden Haustiere, Greifvögel und andere Wildtiere durch Sekundärvergiftung. Zudem besteht die Gefahr, dass Kinder das Gift finden. Die Pro SuperCat Wühlmaus-Falle ist die sicherere und umweltfreundlichere Alternative, die von professionellen Schädlingsbekämpfern bevorzugt empfohlen wird.

Wie viele Wühlmäuse leben in einem Garten?

Das variiert stark je nach Nahrungsangebot und Jahreszeit. In einem durchschnittlichen Hausgarten können 2 bis 10 Wühlmäuse leben. In einem Mastjahr (besonders gutes Nahrungsangebot) können es auch deutlich mehr sein. Wühlmäuse haben 3 bis 4 Würfe pro Jahr mit jeweils 2 bis 6 Jungen. Ein einzelnes Paar kann also innerhalb einer Saison für erheblichen Nachwuchs sorgen.

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