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Maulwurf vertreiben — erlaubt und effektiv

Maulwurfshügel auf dem gepflegten Rasen sind für viele Gartenbesitzer ein Ärgernis. Doch Maulwurf vertreiben ist nicht so einfach, wie es klingt — denn der Europäische Maulwurf (Talpa europaea) steht in Deutschland unter strengem Artenschutz. Ihn zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten, ist gesetzlich verboten und kann mit empfindlichen Bußgeldern bestraft werden. Doch es gibt legale und tierfreundliche Methoden, um den fleißigen Gräber zum Umzug zu bewegen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was erlaubt ist, was wirklich funktioniert und wie Sie Ihren Garten maulwurffrei halten — ohne Ärger mit dem Gesetz.

Warum ist der Maulwurf geschützt?

Der Maulwurf genießt in Deutschland besonderen Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG). Er ist eine besonders geschützte Art und darf weder gefangen, verletzt, getötet noch erheblich gestört werden. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Dieser Schutz hat gute Gründe, denn der Maulwurf ist ein äußerst nützliches Tier:

  • Schädlingsbekämpfer: Ein Maulwurf frisst täglich sein halbes Körpergewicht an Insektenlarven, Engerlingen, Schnecken und Würmern. Er ist der beste natürliche Schädlingsbekämpfer in Ihrem Garten.
  • Bodenbelüfter: Durch sein Tunnelsystem lockert der Maulwurf den Boden und verbessert die Bodenstruktur und Drainage.
  • Bioindikatoren: Das Vorhandensein von Maulwürfen zeigt einen gesunden, lebendigen Boden an.

Dennoch versteht man den Frust, wenn der Rasen übersät ist mit Maulwurfshügeln. Zum Glück gibt es legale Möglichkeiten, den Maulwurf zu vergrämen — also ihn dazu zu bringen, freiwillig in ein anderes Gebiet umzuziehen.

Maulwurf vertreiben: Erlaubte Methoden im Überblick

Vergrämen — das tierfreundliche Vertreiben — ist beim Maulwurf die einzige legale Option. Diese Methoden sind erlaubt und können wirksam sein:

Vibrations- und Erschütterungsgeräte

Maulwürfe sind extrem empfindlich gegenüber Vibrationen und Erschütterungen im Boden. Spezielle Maulwurfvertreiber nutzen diesen Umstand, indem sie regelmäßige Vibrationen erzeugen, die dem Maulwurf den Aufenthalt unangenehm machen.

Produktempfehlung: Maulwurfabwehr Motor-MoleChaser

Der Maulwurfabwehr Motor-MoleChaser von HexGuard erzeugt gleichmäßige Vibrationen, die sich durch den Boden ausbreiten und dem Maulwurf den Aufenthalt verleiden. Das Gerät wird einfach in den Boden gesteckt und arbeitet batterie- oder solarbetrieben. Der MoleChaser ist für den Maulwurf ungefährlich — er macht den Bereich lediglich so unangenehm, dass der Maulwurf sich einen neuen Lebensraum sucht. Ein Gerät deckt je nach Bodenbeschaffenheit eine Fläche von mehreren hundert Quadratmetern ab.

Duftstoffe und Pflanzenjauche

Der Maulwurf hat einen feinen Geruchssinn. Bestimmte Gerüche empfindet er als unangenehm:

  • Pflanzenjauche: Jauche aus Holunderblättern oder Thuja in die Gänge gießen.
  • Saure Buttermilch: In die Gänge gegossen, verbreitet sie einen für Maulwürfe unangenehmen Geruch.
  • Menschenhaare: In die geöffneten Gänge geben.
  • Spezielle Düngemittel: Einige Düngemittel enthalten Inhaltsstoffe, die Maulwürfe vergrämen.

Produktempfehlung: Talpax Düngemittel

Das Talpax Düngemittel verbindet zwei Funktionen: Es düngt Ihren Rasen und wirkt gleichzeitig als Maulwurfvergrämungsmittel. Die speziellen Inhaltsstoffe erzeugen beim Maulwurf einen unangenehmen Geruch im Boden, der ihn zum Abwandern bewegt. Gleichzeitig versorgt das Düngemittel Ihren Rasen mit wichtigen Nährstoffen. Eine elegante Doppellösung für einen schönen, maulwurffreien Rasen.

Geräusche und Lärm

Maulwürfe reagieren empfindlich auf Geräusche und Vibrationen. Einige bewährte Methoden:

  • Flaschen in den Boden stecken: Leere Glasflaschen schräg in die Maulwurfshügel stecken. Der Wind erzeugt Summtöne, die sich durch den Boden übertragen.
  • Windräder: Kleine Windräder auf Metallstäben übertragen Vibrationen in den Boden.
  • Kinderlärm und Rasenmäher: Regelmäßige Aktivität auf dem Rasen stört den Maulwurf und kann ihn zum Umzug bewegen.

Was beim Maulwurf vertreiben NICHT erlaubt ist

Folgende Maßnahmen sind beim Maulwurf verboten und können mit Bußgeldern bestraft werden:

  • Fangen: Das Fangen von Maulwürfen — auch mit Lebendfallen — ist ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde verboten.
  • Töten: Das Töten von Maulwürfen ist in jedem Fall strafbar. Auch das Setzen von Schlagfallen oder das Vergasen der Gänge ist verboten.
  • Vergiften: Das Auslegen von Gift in Maulwurfsgängen ist streng verboten.
  • Gänge fluten: Das Fluten der Gänge mit Wasser ist als erhebliche Störung zu werten und daher ebenfalls verboten.
  • Auspuffgase einleiten: Ebenfalls verboten und zudem gefährlich.

In Ausnahmefällen — etwa bei akuter Gefahr für Gebäude oder bei professionellen Sportrasenflächen — kann die Naturschutzbehörde eine Ausnahmegenehmigung erteilen. Dies ist aber die absolute Ausnahme.

Maulwurfshügel im Rasen: So reparieren Sie die Schäden

Auch wenn der Maulwurf vertrieben wurde, bleiben die Hügel zurück. So bringen Sie Ihren Rasen wieder in Form:

  1. Erde verteilen: Verteilen Sie die Erde der Maulwurfshügel mit einem Rechen gleichmäßig auf der Rasenfläche. Maulwurfserde ist übrigens hervorragend zum Umtopfen und für Blumenbeete geeignet — sie ist fein, locker und frei von Unkrautsamen.
  2. Einebnen: Treten oder walzen Sie die flachverteilte Erde leicht an.
  3. Nachsäen: Säen Sie Rasensamen auf die kahlen Stellen und drücken Sie die Samen leicht an.
  4. Wässern: Halten Sie die nachgesäten Stellen gleichmäßig feucht, bis der Rasen angewachsen ist.

Maulwurf vertreiben: Die beste Strategie

Die effektivste Strategie zum Maulwurf vertreiben kombiniert mehrere Ansätze:

  1. Vibrationsgeräte einsetzen: Der Motor-MoleChaser erzeugt dauerhafte Bodenvibrationen, die den Maulwurf stören.
  2. Vergrämungsdünger anwenden: Das Talpax Düngemittel macht den Boden durch unangenehme Gerüche weniger attraktiv.
  3. Geduld haben: Die Vergrämung eines Maulwurfs dauert in der Regel 2 bis 4 Wochen. Seien Sie konsequent und geben Sie nicht zu früh auf.
  4. Rasen aktiv nutzen: Regelmäßiges Mähen, Spielen und Betreten des Rasens stört den Maulwurf und verstärkt den Vergrämungseffekt.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Ist es legal, einen Maulwurf aus dem Garten zu vertreiben?

Ja, das Vergrämen (tierfreundliche Vertreiben) eines Maulwurfs ist legal. Erlaubt sind Methoden, die den Maulwurf nicht verletzen, fangen oder töten — also Vibrationsgeräte, Geruchsstoffe und Geräusche. Verboten sind hingegen Fallen (auch Lebendfallen), Gifte, das Fluten der Gänge und das Einleiten von Gasen. Der Maulwurf steht unter strengem Artenschutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Verstöße können mit Bußgeldern bis zu 50.000 Euro geahndet werden.

Wie lange dauert es, einen Maulwurf zu vertreiben?

Mit konsequentem Einsatz von Vibrationsgeräten und Vergrämungsmitteln dauert es in der Regel 2 bis 4 Wochen, bis der Maulwurf sein Revier aufgibt und in ein benachbartes Gebiet umzieht. In manchen Fällen kann es auch länger dauern, besonders wenn der Boden sehr insektenreich ist und der Maulwurf ein hervorragendes Nahrungsangebot vorfindet. Bleiben Sie konsequent und geben Sie nicht zu früh auf.

Kommen Maulwürfe nach dem Vertreiben zurück?

Ja, das ist möglich. Wenn die Lebensbedingungen in Ihrem Garten gut sind (feuchter, insektenreicher Boden), kann ein anderer Maulwurf das verlassene Revier übernehmen. Deshalb empfehlen wir den Dauereinsatz von Vibrationsgeräten wie dem Motor-MoleChaser als langfristigen Schutz. Das Gerät sollte auch nach erfolgreicher Vergrämung im Boden verbleiben, um eine Neubesiedlung zu verhindern.

Schadet der Maulwurf meinem Garten wirklich?

Der Maulwurf verursacht keine direkten Pflanzenschäden — er frisst ausschließlich Insekten, Engerlinge und Würmer. Die Maulwurfshügel sind vor allem ein optisches Problem und können beim Rasenmähen stören. Tatsächlich ist der Maulwurf sogar nützlich: Er frisst Schädlinge wie Engerlinge und Schnecken, lockert den Boden und verbessert die Drainage. Bevor Sie den Maulwurf vertreiben, überlegen Sie, ob Sie nicht mit ihm leben können — viele Gartenexperten empfehlen, den Maulwurf als natürlichen Verbündeten zu akzeptieren. Wenn Sie allerdings Schäden an Wurzeln und Pflanzen feststellen, haben Sie es möglicherweise mit einer Wühlmaus zu tun, die bekämpft werden darf und sollte.

Was ist der Unterschied zwischen Maulwurf und Wühlmaus?

Der wichtigste Unterschied: Maulwürfe fressen Insekten und Würmer und schaden Pflanzen nicht. Wühlmäuse sind Pflanzenfresser und richten erhebliche Wurzelschäden an. Optisch unterscheiden sich die Erdhaufen: Maulwurfshügel sind kegelförmig mit feiner Erde, Wühlmaushügel sind flacher und enthalten Pflanzenreste. Eine detaillierte Unterscheidungshilfe finden Sie in unserem Ratgeber Maulwurf oder Wühlmaus.

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