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Maulwurf oder Wühlmaus? So erkennen Sie den Unterschied
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Maulwurf oder Wühlmaus? So erkennen Sie den Unterschied

Erdhaufen im Garten — doch stammen sie von einem Maulwurf oder einer Wühlmaus? Die Frage Maulwurf oder Wühlmaus richtig zu beantworten, ist entscheidend, denn davon hängt ab, welche Maßnahmen Sie ergreifen dürfen und sollten. Der Maulwurf steht unter strengem Artenschutz und darf nicht bekämpft werden. Die Wühlmaus dagegen ist ein Schädling, der erhebliche Pflanzenschäden verursacht und bekämpft werden darf. In diesem Ratgeber zeigen wir Ihnen alle Unterscheidungsmerkmale, damit Sie den richtigen Verursacher zweifelsfrei identifizieren und die passenden Maßnahmen ergreifen können.

Maulwurf oder Wühlmaus: Die wichtigsten Unterschiede auf einen Blick

Hier die wichtigsten Unterscheidungsmerkmale zwischen Maulwurf und Wühlmaus in der Übersicht:

Die Erdhaufen

Das sichtbarste Zeichen sind die Erdhaufen an der Oberfläche. Sie unterscheiden sich deutlich:

  • Maulwurfshügel: Hoch und kegelförmig, symmetrisch, die Erde ist fein und krümelig, frei von Pflanzenresten und Wurzeln. Der Auswurf erfolgt von unten nach oben — wie ein kleiner Vulkan.
  • Wühlmaushügel: Flacher und unregelmäßiger, oft länglich oder oval, die Erde enthält häufig Pflanzenreste, Wurzelstücke und gröbere Bestandteile. Die Erdhaufen sind oft seitlich neben dem Gang aufgeworfen, nicht darüber.

Die Gangform

Wenn Sie einen Gang freilegen und seinen Querschnitt betrachten, zeigt sich ein deutlicher Unterschied:

  • Maulwurfsgang: Queroval — breiter als hoch. Der Maulwurf gräbt mit seinen breiten, schaufelförmigen Vorderpfoten seitlich und drückt die Erde nach oben.
  • Wühlmausgang: Hochoval — höher als breit. Die Wühlmaus gräbt mit ihren Nagezähnen und schiebt die Erde nach hinten.

Diese Unterscheidung ist eines der zuverlässigsten Merkmale und sollte bei Unsicherheit immer geprüft werden.

Die Verwühlprobe: Der einfachste Test

Die Verwühlprobe ist der einfachste und zuverlässigste Feldtest, um Maulwurf oder Wühlmaus zu unterscheiden. So funktioniert sie:

  1. Gang öffnen: Stechen Sie an einem aktiven Gang ein ca. 10 cm großes Loch in die Oberfläche, sodass der Gang sichtbar wird.
  2. Markierung setzen: Merken Sie sich die genaue Stelle oder markieren Sie sie mit einem Stab.
  3. Warten: Lassen Sie die Öffnung 2 bis 6 Stunden offen (nicht über Nacht, da dann beide Arten aktiv sein könnten).
  4. Ergebnis prüfen:
    • Wühlmaus: Die Öffnung ist innerhalb weniger Stunden wieder verschlossen. Die Wühlmaus drückt Erde von unten in die Öffnung, um ihren Gang wieder lichtdicht zu machen.
    • Maulwurf: Die Öffnung bleibt offen. Der Maulwurf leitet stattdessen einen neuen Gang unterhalb oder seitlich um die Öffnung herum. Gegebenenfalls schiebt er einen neuen Erdhügel neben der Öffnung auf.

Führen Sie die Verwühlprobe an mehreren Stellen im Garten durch, um ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten. Es können auch beide Tierarten gleichzeitig in einem Garten vorkommen.

Maulwurf oder Wühlmaus: Weitere Unterscheidungsmerkmale

Pflanzenschäden

Das deutlichste Unterscheidungsmerkmal neben den Erdhaufen sind die Pflanzenschäden:

  • Maulwurf: Verursacht KEINE Pflanzenschäden. Der Maulwurf ist ein reiner Fleischfresser (Insektivore) und ernährt sich von Engerlingen, Regenwürmern, Schneckeneiern und anderen Bodenlebewesen. Wenn Pflanzen über Maulwurfsgängen umkippen oder welken, liegt das an der Unterhöhlung des Bodens, nicht am Fraß.
  • Wühlmaus: Verursacht massive Pflanzenschäden. Die Wühlmaus frisst Wurzeln, Knollen, Blumenzwiebeln und Rinde junger Bäume. Typische Schäden: Pflanzen lassen sich leicht aus dem Boden ziehen (Wurzeln abgefressen), Obstbäume sterben ab, Blumenzwiebeln verschwinden, Karotten und Kartoffeln sind angenagt.

Gangsystem und Tiefe

  • Maulwurf: Gänge verlaufen in verschiedenen Tiefen (5 bis 70 cm). Flache Gänge dicht unter der Oberfläche dienen der Nahrungssuche, tiefere Gänge als dauerhafte Lauf- und Nistgänge. Das Gangsystem kann sich über eine Fläche von bis zu 2.000 m² erstrecken.
  • Wühlmaus: Gänge verlaufen meist in einer Tiefe von 5 bis 30 cm, also direkt in der Wurzelzone der Pflanzen. Das Gangsystem ist kompakter und konzentrierter als beim Maulwurf.

Nahrung und Kot

  • Maulwurf: Frisst ausschließlich tierische Nahrung — Regenwürmer, Engerlinge, Schnecken, Insektenlarven. Maulwurfkot ist selten zu finden und enthält Insektenreste.
  • Wühlmaus: Frisst pflanzliche Nahrung — Wurzeln, Knollen, Rüben, Blumenzwiebeln, Rinde. In den Gängen finden sich oft Vorratskammern mit gesammelten Wurzeln und Knollen. Wühlmauskot ist olivförmig, 7 bis 10 mm lang, grünlich-braun.

Beide Tiere im Garten: Was tun?

Es ist durchaus möglich, dass sowohl ein Maulwurf als auch Wühlmäuse in Ihrem Garten leben. In diesem Fall müssen Sie differenziert vorgehen:

  • Wühlmäuse dürfen aktiv bekämpft werden — mit Fallen wie der Pro SuperCat Wühlmaus-Falle. Achten Sie darauf, dass die Fallen in identifizierten Wühlmausgängen (hochoval, schnell verschlossene Verwühlprobe) platziert werden.
  • Der Maulwurf darf nur vergrämt werden — mit Vibrationsgeräten wie dem Motor-MoleChaser oder Vergrämungsdüngern wie dem Talpax Düngemittel.

Lesen Sie auch unsere detaillierten Ratgeber zum Thema Wühlmäuse bekämpfen und Maulwurf vertreiben.

Produktempfehlung: Die richtige Lösung für jeden Fall

Je nachdem, ob Sie es mit einem Maulwurf oder einer Wühlmaus zu tun haben, empfehlen wir die passende Lösung:

  • Bei Wühlmaus: Die Pro SuperCat Wühlmaus-Falle — die effektivste und tierschutzgerechteste Bekämpfungsmethode für Wühlmäuse. Wird direkt in den Gang eingesetzt und verfügt über einen Auslöseindikator.
  • Bei Maulwurf: Der Motor-MoleChaser — erzeugt Vibrationen, die den Maulwurf tierfreundlich und legal vergrämen. Dazu das Talpax Düngemittel als geruchsbasierte Unterstützung.

Rechtliche Unterschiede: Maulwurf vs. Wühlmaus

Die rechtlichen Unterschiede zwischen Maulwurf und Wühlmaus sind gravierend und ein wichtiger Grund, warum die korrekte Bestimmung so wichtig ist:

  • Maulwurf: Besonders geschützte Art nach BNatSchG. Fangen, Verletzen, Töten und erhebliches Stören sind verboten. Nur Vergrämen ist erlaubt. Bußgeld bei Verstoß: bis zu 50.000 EUR.
  • Wühlmaus: Kein besonderer Artenschutz. Darf als Schädling bekämpft werden, auch mit Fallen und Ködern. Keine Schonzeit. Keine Genehmigung erforderlich.

Im Zweifelsfall: Wenn Sie nicht sicher sind, ob es sich um einen Maulwurf oder eine Wühlmaus handelt, behandeln Sie das Tier wie einen Maulwurf und verwenden Sie nur Vergrämungsmethoden, bis die Identifikation eindeutig ist.

Tipps für die sichere Bestimmung

Um die Frage Maulwurf oder Wühlmaus sicher zu beantworten, kombinieren Sie mehrere Indizien:

  1. Erdhaufen inspizieren: Kegelförmig und fein (Maulwurf) oder flach und mit Pflanzenresten (Wühlmaus)?
  2. Gang freilegen: Queroval (Maulwurf) oder hochoval (Wühlmaus)?
  3. Verwühlprobe durchführen: Gang bleibt offen (Maulwurf) oder wird verschlossen (Wühlmaus)?
  4. Pflanzenschäden prüfen: Keine Fraßschäden (Maulwurf) oder angefressene Wurzeln und Knollen (Wühlmaus)?
  5. In den Gang schauen: Finden sich Nahrungsreste oder Vorratskammern (Wühlmaus) oder insektenähnliche Reste (Maulwurf)?

Wenn mindestens drei dieser Indikatoren auf dasselbe Tier hinweisen, können Sie sich mit hoher Sicherheit auf Ihre Bestimmung verlassen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann man Maulwurf und Wühlmaus am Erdhaufen unterscheiden?

Ja, die Erdhaufen unterscheiden sich deutlich. Maulwurfshügel sind hoch, kegelförmig und bestehen aus feiner, krümeliger Erde ohne Pflanzenreste. Sie werden von unten nach oben aufgeworfen, ähnlich einem Miniaturvulkan. Wühlmaushügel sind dagegen flacher, unregelmäßiger und enthalten oft Wurzelstücke, Grashalme und gröbere Erdklumpen. Sie werden seitlich neben dem Gang aufgeworfen. Diese Unterscheidung funktioniert in den meisten Fällen, sollte aber mit der Verwühlprobe und der Inspektion der Gangform bestätigt werden.

Können Maulwurf und Wühlmaus im selben Garten leben?

Ja, das kommt durchaus vor. Beide Tiere nutzen unterschiedliche ökologische Nischen: Der Maulwurf jagt Insekten und Würmer, die Wühlmaus frisst Pflanzenwurzeln. In der Praxis meiden Wühlmäuse allerdings oft die Nähe von Maulwürfen, da der Maulwurf gelegentlich junge Wühlmäuse frisst. Dennoch können beide Arten gleichzeitig in einem Garten vorkommen. Wenn Sie unterschiedliche Typen von Erdhaufen und Gängen finden, sollten Sie für jede Art die passenden Maßnahmen ergreifen.

Macht der Maulwurf Pflanzenschäden?

Nein, der Maulwurf verursacht keine direkten Pflanzenschäden. Er ist ein reiner Insektenfresser und hat keinerlei Interesse an Wurzeln, Knollen oder Blumenzwiebeln. Wenn Pflanzen in der Nähe von Maulwurfsgängen welken oder umkippen, liegt das an der Unterhöhlung des Bodens, nicht am Fraß. Tatsächlich ist der Maulwurf sogar nützlich: Er frisst Schädlinge wie Engerlinge und Schnecken und lockert den Boden. Wenn Sie hingegen angefressene Wurzeln und verschwundene Blumenzwiebeln feststellen, haben Sie es mit einer Wühlmaus zu tun.

Was ist die Verwühlprobe und wie führe ich sie durch?

Die Verwühlprobe ist der einfachste Test, um Maulwurf oder Wühlmaus zu unterscheiden. Öffnen Sie einen Gang, indem Sie ein etwa 10 cm großes Loch in die Oberfläche stechen. Warten Sie 2 bis 6 Stunden und prüfen Sie dann: Ist die Öffnung verschlossen, handelt es sich um eine Wühlmaus — sie verschließt ihren Gang, um ihn wieder lichtdicht zu machen. Bleibt die Öffnung offen, ist es ein Maulwurf — er gräbt um die Öffnung herum und meidet sie. Führen Sie den Test an mehreren Stellen durch, um ein sicheres Ergebnis zu erhalten.

Darf ich eine Wühlmaus mit einer Maulwurffalle fangen?

Das Fangen und Töten von Wühlmäusen ist erlaubt, da sie als Schädlinge gelten und keinen besonderen Artenschutz genießen. Sie können hierfür spezielle Wühlmausfallen wie die Pro SuperCat Wühlmaus-Falle verwenden. Achten Sie darauf, die Falle ausschließlich in identifizierten Wühlmausgängen aufzustellen und nicht in Maulwurfsgängen. Das versehentliche Fangen eines Maulwurfs in einer Falle ist eine Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Bußgeld geahndet werden.

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